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Benjamin Schütze zu Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit

Benjamin Schuetze

Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit: Wer stört, soll büßen

In diesem Gastbeitrag bei der Frankfurter Rundschau gehen Benjamin Schütze und Jan Wilkens (GIGA Institut) auf aktuelle Versuche der Diskreditierung postkolonialer Theorie ein und fordern den Erhalt einer offenen Gesprächskultur.

Schütze und Wilkens kritisieren, dass Beiträge der kritischen Wissenschaft oft politisch markiert und moralisch delegitimiert würden, statt sie argumentativ herauszufordern. Am Beispiel des von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebenen Bands „Angriff auf den Westen: Postkoloniale Theorie in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ argumentieren sie, dass insbesondere postkoloniale Theorien immer häufiger zu einem akademischen Feindbild gemacht werden. Dabei würden die Grenzen legitimer wissenschaftlicher Kontroverse überschritten: „Was wie die Verteidigung einer offenen Ordnung klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als Versuch, ein Feld kritischer Theorie aus dem Bereich des legitimen Denk- und Sagbaren zu verdrängen. Von einer differenzierten Auseinandersetzung kann kaum die Rede sein.“

Gerade in Zeiten multipler Krise und Kriege, so die Autoren, komme es darauf an, Machtverhältnisse kritisch zu analysieren und auch politisch heikle Begriffe offen zu diskutieren.